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Gestern bin ich wieder einmal zur Arbeit geradelt und abends hatte ich zum zweiten Mal Ballett
und ich habe k e i n e n Muskelkater!
Ins Ballett zu gehen ist richtig schön - ich bin noch ganz gut in Form und biegsam - es geht auch recht flott voran - da strengt man Kopf und Muskeln an, denn die ganzen Arm und Beinfolgen muss man sich auch erst mal merken.....und dann soll es ja auch noch schön aussehen.....die Sprünge muss ich noch trainieren, wenn ich achtmal in der ersten Postion gesprungen bin, sehen meine nächsten acht in der zweiten Position schon eher aus, als wäre ich ein Affe, denn die Kraft lässt nach und komme nicht mehr so hoch

Ansonsten ging es mir heute Morgen nicht so gut. Da kommt schon wieder die nächste Depression. Alles scheint Hoffnungslos, keine richtige Energie - Traurigkeit - keine Lust Freunde zu besuchen......aber ich kann endlich mehr zu mir stehen. Ich weiß, dass es nur eine Phase ist. Ich komme auch mehr und mehr dahinter, warum ich so bin, wie ich bin. Endlich kann ich mir sagen, dass ich eben anders bin und dass es okay ist, wie es ist. Und dass es nicht schlimm ist. Es ist eine Phase und es gibt auch wieder andere, bessere Tage. Mein Hauptproblem ist ja immer das Gleiche. Ich bin momentan in der Lage, trotz dieses Tiefs zu DENKEN und dass ist schon mal ein riesiger Fortschritt für mich. Sonst bin ich in meine Tiefs reingeknallt, konnte nicht mehr denken.....es war Glück, diesen Radiobeitrag zu hören. Nun weiß ich, dass etwas mit meiner sozialen Kognition nicht stimmt - dass sie nicht richtig entwickelt ist, aufgrund meiner schlimmen Kindheit. Dass ich mich deswegen immer wieder so und so verhalte und die Welt mit "meinen Augen sehe", mich und andere eben anders wahrnehme. So kann ich auch anders an die Sache mit meiner "unglücklichen" Liebe rangehen. Ich muss es annehmen und kann es jetzt besser annehmen, dass er mich nicht will......schon alleine dieser Gedanke jetzt rumort in meiner Seele - ABER, mein Kopf ist dabei - ich falle nicht mehr so sehr. Was nicht ist, das ist eben nicht. Es macht mich traurig, aber nicht mehr fertig.
Es tut sich etwas in mir. Es gibt noch so viele Lebensumstände, die mir Angst machen......die mich verletzen, aber irgend etwas hat sich verändert. Ich habe ein bisschen Angst, dass es mich doch wieder aus den Socken haut - aber es geht momentan noch. Diesmal ist das Tief anders. Ich habe das Gefühl, ich kann es mitsteuern. Wobei mir dieser Gedanke jetzt Angst macht, ich hoffe, da braut sich kein innerer Tsunami zusammen.........und wird mich dann endgültig verschlingen

4.7.06 08:54, kommentieren

Heute Morgen war ich noch ordentlich fleißig und habe gegärtnert. In einem Gartenstück habe ich Klatschmohnstauden. Es waren schon etliche verblüht und wenn man sie zurückschneidet, blühen sie ständig weiter - die Margeriten waren auch verblüht und auch ein Teil vom Blutstorchenschnabel - also habe ich ordentlich geschnitten, ausgelichtet, bissi Unkraut gejätet......dann kam unsere Nachbarin von Gegenüber zu mir, um ein wenig zu schwatzen. Ich schwatze gern mal mit ihr und sie hat gesagt, dass sie jeden Morgen beim Frühstück diesen Gartenteil anschaut, durch das Küchenfenster - auch unsere "Untermieter" die jedes Jahr bei uns wohnen und ihren Nachwuchs großziehen - Familie Haussperling (Spatz). Und anschließend lobte sie auch noch meine schönen Geranien (ich habe verschiedene Kübel und Töpfe im Eingansbereich mit Geranien bepflanzt - das habe ich mal in Lignano im Italienurlaub gesehen......Lignano kann ich nur empfehlen, ein ruhiges, schönes Städtchen mit unglaublich schön gepflegten Gärten ) - außerdem habe ich noch welche in Töpfen und Steingefäßen im Garten auf unserem Pflasterrondell, auf dem in früheren Jahren unser Pool stand, stehen. Dort habe ich auch dieses Jahr einen Kübel mit Bauerngartenblumen besät - der auch sehr schön wirkt und Steingefäße mit Kapuzinerkresse und einen mit anderen Sommerblumen, von denen ich schon wieder den Namen vergessen habe - dort liebe ich es, mittendrin im Liegestuhl zu liegen und alle Blumen um mich rum anzuschauen - einschließlich meiner Kletterrosen, die dieses Jahr auch wieder so schön blühen - die Ramblerrosen sind jetzt leider fast verblüht......als ihr Blick auch noch mal auf meine Kletterrosen an der Hofmauer fiel, sagte sie auch noch, dass die Rosen auch so schön aussehen würden....
ich war richtig stolz und habe mich gefreut darüber.....immerhin hat sie auch einen wunderschönen Garten und gärtnert ja schon ein paar Jahre länger als ich. Da ich alle Blumen in unserem Garten selbst gepflanzt habe und selbst entschieden habe, was wohin kommt (als ich das Haus übernahm, gab es hier nur viele Fichten, Lebensbäumchen und Unkraut) hat mich das Lob um so mehr gefreut. Als ich fertig war - ich habe anschließend auch noch ein paar verblühte Rosen abgeschnitten - habe ich mich mit einer Tasse Kaffee auf die Treppe gesetzt und nochmal alles selbst in Ruhe genossen - die Bienen und Schmetterlinge flogen um die Blumen herum und herauf - sowas finde ich schön! Ich mag zwar nicht so die Feier- und Stimmungskanone sein - für viele bestimmt auch sehr langweilig - aber Gärtnern kann ich - und die Natur intensiv wahrnehmen auch.....
Mittags hat mich dann doch das Tief nochmal erfasst - obwohl ich extra nochmal zu bügeln angefangen hatte, um mich abzulenken. Alle Gedanken kreisten wieder mal um ihn.......und darum, dass er mich nicht will......so hörte ich auf zu bügeln und beschloss einkaufen zu fahren. Ich habe mir einen Rock angezogen, mal wieder eine Kette umgelegt und Armreif und Ring angezogen - habe mir sogar noch die Wimpern getuscht und die Locken mit einer Sofortkur aufgeknetet und Lachübungen vor dem Spiegel gemacht.....und in den Spiegel zu mir gesagt: "Du fühlst Dich jetzt gefälligst gut!" und "hahahahahahah" übertrieben in den Spiegel gelacht. Das war oberdoof - aber geschadet hat es auch nicht und eitel, wie ich ja dann doch ab und zu bin, hab ich mich noch mal in ganz angeguckt, im Schlafzimmerspiegel und hab gedacht, dass ich immerhin gut aussehe, wenn ich mich auch immer noch recht scheiße fühlte - so bin ich dann einkaufen gefahren - nachmittags noch mit dem Hundi gegangen - habe auf einer Bank am Waldrand gesessen zwischendurch, mir den hellblauen Himmel mit den riesigen Wattebauschwolken angeguckt und es ging mir besser!
Ich scheine es diesesmal tatsächlich etwas steuern zu können....und immer noch wird mir sofort mulmig, wenn ich diesen Gedanken habe......irgendwie trau ich mir das wohl nicht zu, es in den Griff zu bekommen, merkwürdig, eigentlich müsste ich mich ja freuen......

4.7.06 20:55, kommentieren

Jetzt habe ich gerade noch einmal ein paar schöne Weisheiten auf der Indianerseite gelesen:

"Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg!"
Calvin O. John

"Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen."
Eskimospruch

"Wenn du am Morgen aufstehst, dann sage Dank für das Morgenlicht, für Dein Leben und die Kraft, die du besitzt. Sage Dank für deine Nahrung und die Freude, am Leben zu sein. Wenn du keinen Grund siehst, Dank zu sagen, liegt der Fehler bei dir.
Tecurnseh
(dieser Spruch macht mich ja tief betroffen)

Nochmal der Link zu dieser Seite:
http://www.thespiritofhokahey.de/index.html

4.7.06 22:04, kommentieren

Auch heute habe ich keinen Elan. Ich bin immer noch niedergeschlagen, fühle keine Freude, keine Energie. Aber der große Absturz bleibt noch immer aus.
Ich fühle mich einsam. Ich vermiss ihn, ich möcht mich an ihn kuscheln und mich sicher fühlen.

Ich warte auf meine innere Sonne, ich habe einen alten Song im Ohr, Teile des Textes:
"I can see clearly now the rain is gone. All the bad feelings had disappeared. Here is the rainbow i`d praying for. Nothing like blue sky. Gone all the dark clouds that make me blind. I can see clearly now the rain is gone. It`s gonna be a bright bright sunshining day...."

7.7.06 08:43, kommentieren

Endlich hat sich meine Stimmung wieder etwas aufgehellt. Gestern Nachmittag konnte ich endlich weinen und alles herauslassen. Irgendwie ist das immer wie bei einem Vulkanausbruch, plötzlich explodiere ich innerlich und kann Dinge benennen, die ich vorher verschlossen habe. Das ist sehr angstrengend für mich.
Jetzt muss ich gleich zu einer Grillfeier fahren. Ich möchte nicht dorthin....aber ich komme auch nicht drumrum............

8.7.06 13:14, kommentieren